PROJEKbeschreibung
Das größte Computermuseum Norddeutschlands dokumentiert auf rund 800 m2 die Geschichte der Rechen- und Computertechnik im 20. Jahrhundert.
Da die Entwicklung der Computertechnik keine chronologische Entwicklung ist, entschied der Kurator Dr. Ralf Bülow dem Besucher über mehrere Perspektiven Einblicke in die Computertechnik zu gewähren.
So sind im 1.OG Exponate unter dem Ordnungsprinzip „Rechnen mit Physik“ untergebracht. Hier wird der Entwicklungsweg von analog, mechanischen Rechenhilfen zu analog, elektronischen Rechenhilfen gezeigt.
Im 2.OG ist ein Rechenzentrum der IBM aufgebaut und verschiedene Systemeinheiten der 1960er bis 1970er Jahre.
Das 3.OG zeigt vorwiegend Geräte der 1980er und 1990er Jahre, die bei den meisten Besuchern nostalgische Erinnerungen hervorrufen. Hier sind auch drei Emulationsstationen, an denen verschiedene Computerspiele älterer Systeme gespielt werden können.
In allen Ausstellungsgeschossen sind etliche Medienstationen, die mit Filmbeiträgen erweiternde Inhalte anbieten.
Als chronologische Orientierung wurde im Treppenhaus ein Zeitstrahl als grafische Unterstützung auf die Wände gebracht. Dieser Zeitstrahl setzt Entwicklungsschritte der Computertechnik, verschiedenen Ereignissen der Weltgeschichte gegenüber, so dass der Besucher sich besser zurechtfinden kann.
Einige der etwa 300 Ausstellungsstücke, wie der Abakus, die Neperschen Stäbchen und ein Modell der Schickard-Rechenmaschine haben ältere Wurzeln. Das Spektrum der gezeigten Objekte reicht vom elektromechanischen Relais-Computer Z11 der Zuse KG von 1958 über Giganten, wie den 1,6 Tonnen schweren ehemaligen Supercomputer „Cyber 76“, bis zu den Mikrocomputern. Das Ausstellungspublikum gewinnt Verständnis für die Arbeitsweisen von Rechenmaschinen und Computern und lernt deren Entwicklungs-, Kultur- und Industriegeschichte kennen.
Projektbeteiligte
Die Projektleitung wurde durch den Kanzler der FH-Kiel, Klaus-Michael Heinze, übernommen. Seinem energischem Engagement ist es zu verdanken, dass aus der Idee das Computermuseum Kiel entstand. Das szenografische Konzept für die Ausstellungsräume haben Studenten der Muthesius Kunsthochschule unter Leitung von Prof. Dr. Ludwig Fromm und Prof. Michael Breda entwickelt. Die thematische Struktur wurde in diesem Kontext mit Dr. Ralf Bülow entwickelt.
Auf Grundlage der Grobkonzeption wurde ich für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie und Kostenschätzung beauftragt. Es wurden statische Prüfungen vorgenommen und die inhaltliche Vermittlungsstruktur überarbeitet. Im Anschluss wurde ich mit der Gesamtplanung der Ausstellung und Projektsteuerung betraut und habe die Feinkonzeption und Ausführungsplanung bis hin zur Realisierung gemacht. Prof. Dr. Ludwig Fromm hat in der Realisierungsphase die stilistische Aufbereitung der Inhalte übernommen und diese für den Museumsbesucher aufbereitet. Die grafische Gestaltung wurde durch die Berliner Grafikagentur Linksbündig realisiert. Betreiber des Museums ist das Zentrum für Kultur- und Wissenschaftskommunikation der Fachhochschule Kiel, deren Leiter Eduard Thomas ist.
Ausstellung
Bau
links
FH – Kiel
Linksbündig / Grafikdesign
Wikipedia CMK
Artikel – taz – 15.06.2011
FH Puplikation – viel – 27.05.2011